
Dr.Josef Kern - Namensgeber des Weingutes
Weingut Dr.Kern Schloss - Deidesheim
Nachdem der Ort im Jahre 1100 dem Hochstift Speyer zugefallen war, errichteten die Fürstbischöfe kurze Zeit später an dessen Nordostecke eine Wasserburg zum Schutz des neuen Besitzers. Ihr begegnen wir zum erstenmal im Jahre 1292. Damals bewirtete hier Bischof Friedrich den deutschen König Adolf von Nassau. Das Dorf Deidesheim erhielt durch den Fürstbischof Gerhard das Recht, sich mit Mauern und Türmen und Toren zu umgeben und wurde 1395 durch König Wenzel zur Stadt erhoben.
Die fürstbischöfliche Burg liessen die Landesherren nach der Stadtrechtsverleihung erweitern und 1478 im Osten mit einem grossen Bollwerk versehen. Bedeutung hatte die Burg für Deidesheim nur als Sitz der fürstbischöflichen Verwaltung.Hier wohnte der bischöfliche Amtmann, hier residierte der Bischof, wenn er in der Stadt weilte, hier nahm er nach seiner Wahl die Huldigung seiner Untertanen entgegen und in den Kellern, Scheuern und Speichern lagerten die Abgaben an Wein, Getreide und Früchten. Aus dieser Zeit stammt auch der heutige Weinkeller, in dessen Sandsteingewölben die Weine unseres Gutes ihre volle Reife erfahren.
Mit dem größten Teil Deidesheims ging 1689 auch das Schloß – wie die Burg seit dem Mittelalter genannt wurde- in Flammen auf.1698 wurde der Südflügel als Wohnsitz des Amtmanns durch Deidesheimer Handwerker wieder aufgebaut. Der Speyerer Fürstbischof Damian Hugo befahl jedoch 1729 seinem Baurat, das Schloß in einen solch wohnhaften Zustand zu bringen, dass er, wenn er das Jahr hindurch öfter nach Deidesheim komme, darin mit seinen Leuten wohnen könne. 10 Jahre später begannen endlich die Bauarbeiten unter der Leitung von Johann Georg Stahl. Der 1746 fertiggestellte Neubau war eine geräumige Vierflügelanlage, in die der alte Bergfried und 4 mittelalterliche Türme einbezogen waren.
Die Anwesenheit des Pfälzer Kurfürsten Carl Theodor im Jahr 1770 war das glanzvollste Ereignis in der kurzen Geschichte des barocken Schlosses, das schon Ende des 18.Jahrhunderts in den Stürmen der franz.Revolutionskriege untergehen sollte. 1794 wurde des von französischen Truppen gründlich geplündert und in den folgenden Jahren als Steinbruch ausgebeutet.
Das Gelände mit samt den Trümmern des Schlosses ersteigerten 1804 in Mainz mehrere Deidesheimer Bürger. Von 1804-1817 errichtete der neue Besitzer Heinrich Goerg, Vorfahr mütterlicherseits der Familie Kern, das heute noch stehende Gebäude und gründete für seine beiden Söhne hier je ein Weingut. Die Mauer im Hof ist heute noch Zeugnis der getrennten Gutshöfe.
Im Jahr 1942 übernahm Dr. Josef Kern das Anwesen und die Weinberge des Schwiegervaters Eugen Goerg und gab, da von der Familie Goerg keine männlichen Nachkommen mehr da waren, dem Gutsbetrieb den Namen“ Weingut Dr.Kern Schloss Deidesheim“.
Die Bezeichnung „ Schloss“ hält die Erinnerung an die alte Residenz der Speyerer Fürstbischöfe und an längst vergangene Zeiten wach.
E-mail: info@weingutdrkern-schlossdeidesheim.de